
Serpent Team

Andrew Hanna

Als wir im Februar von Web Summit Qatar zurückkamen, fiel uns zuerst der Ton auf. Die Veranstaltung wirkte fokussiert und bewusst ausgerichtet.
Der Wert des Events lag nicht in Produktion oder Größe, sondern in der Substanz der Gespräche. Meetings gingen schnell über Einführungen hinaus und wurden konkret. Die Menschen schauten sich nicht nur um. Sie prüften Möglichkeiten.
Es wurde klar, dass Katar Technologie nicht als kurzfristigen Trend behandelt. Es gibt Koordination zwischen Stakeholdern, Abstimmung zwischen öffentlichen und privaten Akteuren und eine sichtbare langfristige Richtung, die über die Konferenz hinausgeht.
Im Vergleich zum Web Summit Lisbon fühlte sich Katar konzentrierter an.
Lissabon arbeitet mit großer Reichweite. Das Umfeld ist global, schnell und dicht. Man kann an einem Nachmittag Dutzende Unternehmen treffen. Das eignet sich gut für Sichtbarkeit, Entdeckung und das Testen der eigenen Botschaft in mehreren Märkten.
Katar funktioniert anders. Das Tempo ist ruhiger und der Austausch geht tiefer. Gespräche fühlen sich nicht gehetzt an, bewegen sich aber mit Klarheit. Die Größe der Veranstaltung prägt den Rhythmus, doch die Absicht hinter jeder Interaktion ist deutlich höher.
Investoren waren präsent, aber besonders auffällig war der Zugang zu Entscheidern. Gründer, Betreiber, Ökosystemleiter und Regierungsvertreter, die direkt an der Umsetzung beteiligt sind.
Nach kurzen Vorstellungen ging es schnell um praktische Fragen. Modelle für den Markteintritt. Partnerschaftsstrukturen. Operativer Aufbau. Regulatorischer Kontext.
Das verändert die Art des Austauschs. Statt Kontakte zu sammeln, bespricht man nächste Schritte mit Personen, die Ergebnisse beeinflussen können.
Auch die Art der Fragen war aufschlussreich.
Es gab wenig Interesse an großen Prognosen oder abstrakten Erzählungen. Viele Gespräche drehten sich darum, was nach der ersten Traktion passiert. Wie skalieren Unternehmen verantwortungsvoll? Was wird aus KI-Initiativen nach der Pilotphase? Wie werden Partnerschaften zu messbaren Ergebnissen?
Der Fokus lag auf Beständigkeit. Was Leistung langfristig trägt. Was Verantwortung braucht. Was Governance benötigt, wenn der erste Schwung nachlässt.
Diese Perspektive passt eng zu unserer Arbeitsweise bei Tekunda. Der Großteil unserer Arbeit findet in Live-Umgebungen statt, nicht in Präsentationen. Ob KI-Agenten in operative Workflows eingebettet werden oder Serpent kontrollierte Salesforce-Releases unterstützt, der echte Test beginnt nach dem Launch. Systeme müssen zuverlässig funktionieren, wenn die Komplexität wächst.
Das Publikum in Katar spiegelte diese Denkweise wider. Die Neugier war informiert und auf Umsetzung ausgerichtet.
Ein Beispiel stach klar hervor.
Mehrere Stakeholder beschrieben ein Modell, bei dem internationale Unternehmen eine lizenzierte Einheit ohne Lizenzkosten für die ersten drei Jahre gründen können. Das senkt das frühe Expansionsrisiko deutlich. Für Wachstumsunternehmen, die eine regionale Präsenz prüfen, verändert das die Kostenrechnung.
Statt zu fragen: “Können wir es uns leisten, diesen Markt zu erkunden?”, lautet die Frage: “Sind wir operativ bereit, ihn zu betreten?”
Das größere Signal ist wichtig. Katar positioniert sich nicht nur als offener Networking-Ort. Es baut einen strukturierten Weg für Unternehmen, die sich langfristig engagieren wollen. Anreize sind an Kontinuität gebunden, nicht an Sichtbarkeit.
Auch der Zugang fühlte sich anders an. Statt über mehrere Vermittler zu gehen, begannen Gespräche oft direkt mit Akteuren im Ökosystem, etwa regulatorischen Beratern, Programmmanagern und Branchenverantwortlichen, die praktische nächste Schritte erklären konnten.
Lissabon erzeugt Momentum durch Größe und Vielfalt. Die Dichte an Startups und Investoren, die Networking-Tools und der Fluss zwischen Bühnen schaffen Beschleunigung. Man bewegt sich schnell zwischen Märkten und Perspektiven.
Katar baut Momentum anders auf. Gespräche bleiben eher in einem klar definierten regionalen Kontext. Statt Breite begegnet man Tiefe. Der Fokus liegt darauf, wie das eigene Modell in das Ökosystem passt und was nötig ist, um dort effektiv zu arbeiten.
Der Unterschied ist keine Frage von besser oder schlechter. Es geht darum, wo Momentum entsteht. In Lissabon wächst es aus Vielfalt und Sichtbarkeit. In Katar entsteht es durch Abstimmung und Marktspezifik.
Für uns ging es bei Web Summit Qatar weniger um Sichtbarkeit und mehr um strategische Ausrichtung.
Die Gespräche bestätigten etwas, das wir über Events hinweg immer wieder beobachten: Viele KI-Builder kämpfen mit demselben Engpass.
Die Herausforderung besteht nicht mehr nur darin, Agenten zu bauen. Es geht darum, sie mit echten Daten zu verbinden, Retrieval abzusichern, sie in bestehende Systeme zu integrieren und produktionsreif zu machen.
Bei Web Summit Lisbon und erneut in Katar sahen wir wiederkehrende Muster:
Aber auch Reibung bei Integration, Governance und Skalierung über die erste Implementierung hinaus.
Dort konzentriert Tekunda seine Stärken.
Wir positionieren uns nicht als KI-Labor. Wir positionieren uns als Infrastrukturschicht, die KI in echten Organisationen nutzbar macht.
Für KI-Builder beschleunigt Tekunda Skalierbarkeit und Go-to-Market durch:
Das Ziel ist klar: KI-Teams sollen sich vollständig auf die Verbesserung ihrer Agenten konzentrieren können, statt mit Backend-Datenkomplexität, fragmentierten Integrationen oder Governance-Lücken zu kämpfen.
In Katar fand diese Positionierung deutlich Resonanz.
Die Fragen drehten sich nicht um Modellgenauigkeit. Es ging um Integrationsarchitektur, sicheres Retrieval über interne Systeme hinweg und Compliance, sobald KI in tägliche Workflows eingebettet ist.
Genau dort wird strukturierte Infrastruktur entscheidend.
Web Summit-Events dienen je nach Ziel unterschiedlichen strategischen Zwecken.
Lissabon erweitert Reichweite und testet Positionierung in globalen Märkten.
Katar
schärft die Positionierung in einem definierten regionalen Kontext.
Für Unternehmen, die Expansion, Partnerschaften oder einen Markteintritt im Nahen Osten prüfen, hilft diese Unterscheidung bei Vorbereitung und Ressourcenplanung.
Der Unterschied ist nicht nur Größe. Es ist Richtung und Marktfokus.

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